Innenhof
Pallottihaus
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Pallotti-Stele
Einweihungsfest
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Einweihungsfest
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Pallotti-Quartier

St. Vinzenz Pallotti – das Quartierskonzept

Im neu entstandenen Wohnquartier »St. Vinzenz Pallotti« sollen die Themen Nachbarschaft und Integration aktiv gelebt werden. Eine vom Siedlungswerk beschäftigte Quartierskoordinatorin bietet den Bewohnern vor Ort die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen und so Nachbarschaft und Integration durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen zu gestalten. Hierbei spielen die Beteiligung und das Engagement der einzelnen Bewohner der insgesamt 74 Wohneinheiten und einer viergruppigen Kindertagesstätte eine ebenso wichtige Rolle, wie die bauliche und konzeptionelle Gestaltung des Quartiers.

Im Herzstück des Quartiers, dem »Pallotti-Haus«, befinden sich zu diesem Zweck ein Quartiersraum und ein Büro. Dieses wird gemeinschaftlich vom Caritasverband Stuttgart e. V., der Quartierskoordinatorin und der Pastoralstelle der Diözese Rottenburg-Stuttgart genutzt. Die katholische Kirchengemeinde St. Antonius hat, im Andenken an die Pallotti-Kirche, hier ihren Gemeinderaum. Der Caritasverband Stuttgart e. V. betreut im »Pallotti-Haus« Menschen mit Fluchterfahrung im Asylverfahren. Daneben wohnen in diesem Gebäude Studierende mit Migrationshintergrund der Universität Stuttgart- Hohenheim in zwei Wohngruppen. Im Quartier gibt es zudem einen Konvent der Franziskanerinnen von Sießen.

Die Pallotti-Stelen – Kunst im Quartier als Verbindung zu Vinzenz Pallotti und zur Pallotti-Kirche Birkach

Um an die ehemalige Pallotti-Kirche zu erinnern und zugleich mit dem neuen Wohnquartier zu verbinden, schuf Anita Lingens-Lauer, Künstlerin und Goldschmiedin, die sogenannten Pallotti-Stelen. Die Künstlerin führt dazu aus: »Mit dem geplanten Abriss der Pallotti-Kirche entstand in mir der Wunsch, Teile der Glasfenster des Künstlers Karl-Peter Blau zu retten. Es sollten möglichst Stücke aller vorhandenen Farben sein, da mir das hereinfallende Licht und die dadurch entstehende Atmosphäre immer gut gefallen hatten. Freunde klopften sie mit Hammer und Meißel aus den Glas-Beton-Elementen. Bald war die Idee geboren, die Glasstücke in Form eines neuen Kunstwerkes im zukünftigen Pallotti-Quartier ihren Platz finden zu lassen. Dank der positiven Resonanz durch Menschen im Siedlungswerk und eines 1:1 Modells, durfte ich das Projekt »Pallotti-Stelen« in die Tat umsetzen. Auch ihr Standort am Terrasseneck des Pallotti-Hauses, an dem genug Licht durch die teils recht dunklen Gläser fällt, wurde bald festgelegt. Der Sockel aus Beton entspricht in Form und Material ganz der ehemaligen Kirche mit ihrem unregelmäßig sechseckigen Grundriss und dem leicht geneigten Pultdach. Hierin eingeschrieben stehen die drei Stelen, vom Zentrum aus in drei Richtungen nach außen oben zeigend. Wieder in Beton gefasst, sind die Gläser so platziert, dass im unteren Bereich die dunkleren, gedeckten Farben liegen, übergehend in leuchtendes Rot und Orange, sich zum Zentrum hin zusammenziehend. Nach oben außen führend, folgen blaue, hellblaue, grüne und kleine gelbe Glasstücke. Durch diese Anordnung wird die Verbindung zu Vinzenz Pallotti hergestellt. Seine Stärke war es, die dunklen Farben des Lebens der Menschen in Rom zu seiner Zeit wahrzunehmen und sie durch das Feuer seines Glaubens in klare, helle Farben von Kraft, Mut und Lebensfreude zu verwandeln. Damit inspiriert er bis heute viele Menschen in die Welt zu gehen, um so wie er die unendliche Liebe Gottes weiterzugeben.«

Projektdokumentation