Im Mittelpunkt stehen Anpassungen an den Klimawandel und die Sicherung leistbaren Wohnraums in Eigentum und Miete.
»Die Anpassung an den Klimawandel ist eine zentrale Herausforderung für uns. Entscheidend ist eine konsequente CO₂-Reduktion. Die daraus resultierenden Maßnahmen und Kosten dürfen jedoch Mieter, Eigentümer und Wohnungsunternehmen nicht überfordern. Deshalb gilt für uns: so sozial verträglich wie möglich – so klimagerecht wie notwendig.«
Ina Ramsauer, Geschäftsführerin Siedlungswerk, 2024
Bis 2050 möchte die EU im Zuge des »Green Deals« klimaneutral sein, Deutschland bis 2045 und Baden-Württemberg bereits bis 2040.
Für die branchentypische Umsetzung bedeutet das einen tiefgreifenden Transformationsprozess, der ökologische, wirtschaftliche und soziale Ziele im Sinne des Environmental Social Governance (ESG)-Dreiklangs in Einklang bringen muss.
Die Unternehmensstrategie des Siedlungswerks ist eng mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Unternehmensgruppe verknüpft. Ziel ist es, ökologische Verantwortung (Klimawandel), ökonomische Stabilität (Kosten/Verfügbarkeit von Fördermitteln/Refinanzierung) und soziale Verträglichkeit (Auswirkung auf Mieten und Mietnebenkosten) in Einklang zu bringen. Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen im Zuge des Klimawandels kommt der Sicherung leistbaren Wohnraums dabei eine besondere Bedeutung zu.
Bereits 2022 haben wir mit den »Leitlinien für eine nachhaltige Zukunft« eine strategische Grundlage geschaffen.
Diese definieren Nachhaltigkeit ganzheitlich entlang der Dimensionen Ökologie, Ökonomie, Soziales und Kultur (UNESCO). In einem ersten Schritt wurde eine Klima-Roadmap erarbeitet, die auf die damals vorherrschende Effizienz-Strategie aufbaute. Im Wesentlichen hatte diese eine umfassende energetische Sanierung zum Ziel (Dämmung der Gebäudehülle etc.). Dieser Ansatz ist sowohl für Eigentümer als auch die Mietenden finanziell herausfordern. Mittlerweile haben sich weitere Möglichkeiten eröffnet CO₂-Emissionen einzusparen (Fokus Dekarbonisierung). In der Folge wurde eine Strategieerweiterung vorgenommen.
Seit 2024 arbeitet das Siedlungswerk mit einem datenbasierten Energiemonitoring, das die Bewertung von Gebäuden, die Priorisierung von Sanierungen, den Vergleich ökologischer und wirtschaftlicher Effekte sowie die Auswirkungen für die Mieterinnen und Mieter ermöglicht.
Diese Daten werden auch genutzt, um Heizanlagen zu digitalisieren und zu optimieren. Weiterhin gilt es, die thermische Sanierung angemessen voranzutreiben; zusätzlich sollen Bestandsheizungen - entsprechend der gegenwärtig geltenden gesetzlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung erneuerbarer Energien - ergänzt oder ausgetauscht werden. Parallel dazu nutzt das Siedlungswerk die verfügbaren Förderprogramme auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene mit dem Ziel, die finanziellen Auswirkungen abzufedern und mit dem Klimawandel sozial und wirtschaftlich angemessen umzugehen.
* Dieser Beitrag entspricht dem damaligen Kommunikationsstand von 2024. Die verwandten Begriffe beziehen sich auf zu diesem Zeitpunkt gültige Standards und interne Definitionen.