Wohnbebauung Rosensteinviertel (Nordbahnhof-/Eckartstraße) in Stuttgart – entschieden

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Der Erwerb der ehemaligen Gewerbegrundstücke der Firmen Haidle & Maier, Anzak AG, der Familie Schmidtgen, sowie ein Grundstück der Stadt Stuttgart, ermöglicht den Auftakt zu einer wohnbaulichen Entwicklung der südlichen Nordbahnhofstraße. Interessant ist die Aufgabenstellung auch im Hinblick auf die Lage des Grundstücks. Das Areal, das auf seiner Westseite an den Pragfriedhof angrenzt, ist Teil des Gesamtprojektes »Rosenstein«. Als erstes Projekt dieser städtebaulichen Entwicklung kommt dieser Bebauung große Bedeutung zu. Außerdem wird bei diesem Projekt erstmals das Stuttgarter Innenentwicklungsmodells SIM angewendet.

Das Siedlungswerk konnte dieses Grundstück im letzten Jahr erwerben und hat für dieses Projekt einen Architektenwettbewerb ausgelobt. 19 Büros haben Arbeiten abgegeben. Am Mittwoch, 11. Juli 2012, entschied das Preisgericht unter Vorsitz von Herrn Dr. Rosenberger über den Siegerentwurf für die Wohnbebauung an der Nordbahnhofstraße / Eckartstraße.

Nach mehr als acht Stunden empfahl das Preisgericht einstimmig, den Entwurf des Architekturbüros Ackermann + Raff aus Stuttgart zu realisieren.

Weitere Preise und Anerkennungen gingen an folgende Architekturbüros

  • 2. Preis pfp Architekten BDA, Hamburg, mit Schwille Architekten, Reutlingen
  • 3. Preis Bottega + Ehrhardt Architekten, Stuttgart
  • Anerkennung Burkle – Hahnemann Architekten, Stuttgart
  • Anerkennung mharchitekten, Stuttgart
  • Anerkennung Rudolf Schwarz Architekt, Stuttgart

Zukunftsweisendes Energiekonzept

Zu erwähnen ist noch, dass das Siedlungswerk beabsichtigt, ein über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes und in die Zukunft weisendes Energiekonzept zu realisieren. Hierzu werden noch verschiedene Varianten untersucht.
Mit diesem Projekt ist das Siedlungswerk mit der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart in das Forschungsprojekt »Schaufenster der Elektromobilität« aufgenommen. Hier wollen wir untersuchen, wie in einem Wohnungsquartier Elektromobilität, Carsharing usw. funktionieren kann.

Die Investitionssumme des Siedlungswerks für das Gesamtprojekt wird bis zur Fertigstellung bei ca. 30 Mio. € liegen.

Der Entwurf des ersten Preisträgers soll als Grundlage für einen Bebauungsplan dienen. Dies vorausgesetzt rechnen wir mit einem Baubeginn im Jahr 2013. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts wäre dann etwa im Jahr 2015.
Die Arbeiten aller Architekten werden am 12. Juli 2012 von 11 Uhr bis 17 Uhr im Kolpinghaus Stuttgart, Heusteigstraße 66, 70180 Stuttgart, ausgestellt. Die Arbeiten der Preisträger und Anerkennungen sind ab Montag, 16. Juli 2012, bis Freitag, 27. Juli 2012, im Stadtplanungsamt Stuttgart, 1. OG, Eberhardtstraße 10, 70173 Stuttgart ausgestellt.

Stuttgart, den 12. Juli 2012
Bruno Möws